Zwischen Peking und Vatikan: Wiener im Dienst der Weltkirche
Die Erzdiözese Wien ist nicht nur das geistliche Zentrum Österreichs, sondern seit Jahrhunderten Persönlichkeiten hervorgebracht, die die europäische, ja die Weltkirche geprägt haben. Vom hohen Mittelalter an über die Renaissance, die Zeit der der Gegenreformation über die Epoche des Josephinismus bis hin zu den Herausforderungen der Moderne: Immer wieder traten Männer aus Wien in den Dienst der Kirche an Orten, die weit über die Grenzen ihrer Heimat hinausreichen – in europäischen Metropolen, in der Mission Asiens und auch an der römischen Kurie.
Diese chronologische Übersicht zeigt nicht nur Lebensläufe, sondern auch die großen Linien kirchlicher Geschichte: die Verflechtung von alten österreichischen Familien und Kirche, die Spannung zwischen Staat und Glauben, die Dynamik von Reform und Tradition. Sie macht deutlich, wie eng die Geschichte der Erzdiözese Wien mit der Entwicklung der Weltkirche verbunden ist – und wie aus einer lokalen Kirche Impulse für die universale Kirche erwachsen. Begonnen hat das sogar lang, bevor Wien eine Diözese war: