Sunday 7. June 2020

Die Sonntagsmesse – Mittelpunkt unseres Gemeindelebens

Inhalt:

Kommt die Pfarrzusammenlegung mit St. Florian?

 

Von Dechant Wolfgang Unterberger

 

Bis jetzt galt die Stadt Wien, was die „seelsorgliche Versorgung“ betrifft, als „Insel der Seligen“. Fast jede Pfarre hatte einen eigenen Pfarrer, was in Niederösterreich schon lange nicht mehr der Fall ist (die meisten Pfarrer in Niederösterreich müssen zwei bis drei, ja bis zu fünf Pfarren betreuen).

 

Sinkende Priesterzahlen und steigende Kirchenaustritte zwingen uns, nun auch in Wien Pfarren zusammenzulegen. Im Herbst 2009 startete ein Pilotprojekt im 15. Bezirk mit der Planung, welche Pfarren des 15. Bezirks in welcher Form zusammengeführt werden können. In den kommenden Jahren wird das auch in den anderen Bezirken erfolgen.

 

Unsere Pfarre ist bereits jetzt durch den Weggang des Pfarrers der Nachbarpfarre St. Florian von diesem Prozess massiv betroffen. Dieser Pfarrerposten wurde auch nicht mehr nachbesetzt. Als einjährige „Übergangslösung“ wird nun St. Florian von mir mitbetreut werden. Beim Begriff „Übergang“ bleibt die Frage: Übergang wohin???

 

Folgende „Dauerlösungen“ sind denkbar:

 

1.     Ich betreue auf Dauer beide Pfarren, was bedeuten würde, dass ich jeder Pfarre nur noch 3 Tage in der Woche zur Verfügung stehe. Dies halte ich angesichts der Größe beider Pfarren für ziemlichen Nonsens.

2.     Die Pfarre St. Florian bekommt einen hauptamtlichen (nicht Priester) Angestellten, der als „Geschäftsführer“ die Pfarre verwaltet und das Alltägliche organisiert. Dieser untersteht meiner Leitung, wobei ich dann „nur“ die Oberaufsicht hätte. Diese Idee ist aber nicht nach dem Geschmack unseres Erzbischofs.

3.     Die Pfarre St. Florian erhält einen eigenen Priester und bildet mit unserer Pfarre einen Pfarrverband, d.h. beide Pfarren bleiben eigenständig, arbeiten aber fachspezifisch zusammen (z. B.: Caritas, Firmvorbereitung, …). Die Schwierigkeit dieser Lösung besteht darin, trotz schrumpfender Priesterzahl einen Priester zu finden. Allerdings gibt es diesbezüglich einen möglichen Interessenten.

4.     Beide Pfarren werden zu einer einzigen Großpfarre fusioniert mit nur einem Pfarrgemeinderat (ab der nächsten Pfarrgemeinderatswahl) und mit einer gemeinsamen Kassa, aber mit 2 Gottesdienststätten und weiterhin separaten Sonntagsgottesdiensten.

5.     Die beiden Gemeinden St. Florian und Auferstehung Christi bleiben eigenständige Gemeinden mit eigenem Pfarrgemeinderat, bilden aber eine gemeinsame Pfarre mit übergeordnetem Pfarrrat.

6.     St. Florian bekommt im Herbst 2011 wieder einen neuen Pfarrer und bildet einen Pfarrverband mit St. Thekla. Dies würde für unsere Pfarre bedeuten, dass wir uns von St. Florian wieder verabschieden.

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